Ich war 44 Jahre Landwirt und konnte nebenbei eine Identität als bildender Künstler entwickeln.
Mit 18 begann ich ernsthaft zu malen. Eine Surrealistenausstellung 1978 im damaligen Zwanzgerhaus gab mir die entscheidenden Impulse. Ich schuf meine erste Serie in damaligen Nächten als Wachsoldat, Pendler, Kundschafter, Gratwanderer zwischen Wach und Traum.

Durch Fasten und Schlafentzug versuchte ich eine Art bildhafte Wahnillustration zu entwickeln, besessen von dem Gedanken, dass große Kunst nur im Zwielicht jenseits der äußeren Wahrnehmung auf Eingebung beruhend ihren Ursprung findet.

Es funktionierte ungefähr so: „Vom Schlaf gestreift, in sich zusammengebunden am Wachpult mit dem Helm kopfüber gebeugt, am Sessel sitzend, in Meditationsstellung ausharrend, auf das kommende innere Bild wartend aus dem Stegreif ein Bild ins Gedächtnis einbrennen und abmalen.
Das stabile innere Bild gefahrlos auf Pappe übertragen, mit Sicherheit, Kraft und absoluter Fingerfertigkeit innerhalb einer Nachtsequenz.“

Ein Restbewusstsein im Traum kultivieren, um die Struktur des Selbst zu erfahren und die Offenbarung der Welt mit geschlossenen Augen zu suchen. Malen, um den Kern des Darstellbaren zu finden.
Der Maler als Medium, der das kollektive Unterbewusstsein dokumentiert und damit nur Verwunderung auslösen kann.

 

Das Manifest 1980

Meine Arbeiten stellen einen subkulturellen Weg zum Unterbewusstsein unserer medial geprägten Welt dar. Leitmotive der gezeigten Bilder sind Spiegelungen innerer Visionen, die man nichts denkend in sich treibend, bei geschlossenen Augen sehen kann. Eine metaphysische Wanderung, magisch-mystisch inszeniert. Visionäre Szenerien aus der Tiefe der Träume. Bilder, die kurz spontan dem inneren Auge erscheinen, dargestellt den nicht beherrschbaren Teil des Denkens sichtbar machen.

Botschaften aus einer verdrängten, beiseitegeschobenen Ebene, die im Verborgenen in uns allen den Zeitgeist spiegelt, ihn wandelt, verletzt und unser kollektives Bewusstsein berührt. Es ist der Versuch, das Jenseits des Bewusstseins dem Betrachter vor Augen zu führen. Die Bilder sind direkt, nicht mit dem Verstand verknüpft.
Die Idee als schöpferischer Akt bleibt möglichst verbannt, sie stützt sich zu sehr auf den Intellekt, welcher meist in einem vom Verstand getragenen Effekt mündet, sich anbiedert, um im Applaus zu enden.

Die Vergangenheit und Zukunft dieser Kunst liegt in ihrer Verinnerlichung, sie ist eine Gefühlskrücke, die den Würgegriff unserer medial geprägten Welt lockern sollte. Die Bilderflut unserer Zeit lässt der Malerei ohnehin nur mehr den Weg nach innen.

Bilder aus dem Es, nur sie können offenbaren, sie sind die verdaute Flut, der zeitlose Ausdruck einer Zeit, nur sie berühren und bieten dem Maler die Möglichkeit, die unendliche Unerschöpflichkeit des Seins anzutasten.
 


Die Faszination der ersten Schaffensperiode ließ mich nie wieder los - bis zum heutigen Tag.
Die Dogmen meiner Jugend lassen sich nur schwer beiseite schieben. Mein Alterswerk sucht in einer subtileren Art den Austausch mit dem Seher, der als Vertreter, der an gespaltener Seele leidenden Gesellschaft fungiert.

„Ursache und Wirkung verbotener, selten betretener Räume, die durch die Ächtung der Mainstream-Medien und der Hegemonie der linken Elite entstanden. Im Inneren dieser Zonen hypnagoge Zustände suchen, erfahrene luzide Träume nachstellen, ein Wachrütteln mit Bildern.
Eine breitere Ausdrucksform zelebrierend, die darauf hinzielt, den Zauber des verrückt gewordenen Zeitgeistes, der mit den in die Tiefe gestürzten Erinnerungen korreliert, zu dokumentieren, um die Sackgassen des laufenden Geschehens zu verstehen.

Das medial geformte Gewissen unserer elitären westlichen Überichgemeinschaft als Grundlage neuer Moralismen.

Eine Gesellschaft, die nur durch Meinungsterror überlebt, wird sich zwangsläufig auflösen.
Nachdem alle alten Tabus gebrochen wurden begannen wir mit der "Selbstzensur"
Wir ersticken langsam an uns selbst.

Provokationen, eine einfache Geschichte vom Zeitgeist und dessen Wahn. Bildung wird vererbt, die Eliten von heute sind meist die von gestern und vorgestern. Die Meinungselite gibt den Takt im Staat vor, jenseits von Wissen und Gewissen, rein um sich selbst zu befreien, zu befriedigen und Meinungsmacht auszudrücken.
Die Nachkommen der nationalsozialistischen Systemträger, die nun mit ihrer Erbsünde hadern und Befreiung suchen.
Eine Wunschmenschen-Gesellschaft, die einen von den Medien befeuerten religiösen
Zensur -“Tabuismus” zelebriert.

Der Aufbau des Meinungsdiktates mit Hilfe der gläubigen, gesichtslosen Masse, was böse ist, wird von der Empathie geplagten, oft alimentierten Wohlstandsritter-innen Elite definiert.

Das Arbeitsproletariat als Spielball einer schuldfühlenden Elite.

Die Medienmainstreamfraktion stigmatisiert, hetzt, schafft zeitgeistgerechte Wahrheiten, zwingt die freien Gesellschaften in eine künstliche Matrix, um den großen Zusammenhalt in einer dogmatisierten Wertegemeinschaft zu erreichen.

Der Spiegel schämt sich für sein Spiegelbild
Der Siegeszug der meist linken Meinungselite prägt unser Weltbild, durch die Jahrzehnte wirkende illusionäre Kraft der westlichen Medien-Industrie und der in ihr sozialisierten Journalisten- und Politikergenerationen nehmen die gegenwärtigen Gesellschaften ein teilweise weitgehend fiktives Weltbild wahr.

Der Fall Claas Relotius ist ein überspitzter Teil dieser Manipulationsmaschinerie.
Ein Reporter, der im renommiertesten deutschen Nachrichtenmagazin jahrelang erfundene zeitgeistgefällige Geschichten preisgekrönt bringen konnte, sich im ständigen Applaus seiner Kollegenschaft sonnte und keine Sorgen über seinen tiefen Fall haben muss. Der fließende Übergang von Fiktion und Wahrheit ist längst Teil der Berichterstattung und damit auch Politik geworden. ..Der Fall Tom Kummer Geschichtenerfinder "Borderline Journalist". Der Fall Marie Sophie Hingst endete im "Suizid" ..........

Dem Zeitgeist folgen, die Art der Berichterstattung formt sich aus unserem sozial-medialen Umfeld. Wahrheit ist ein Gegenspieler, sie muss laufend zurechtgebogen werden um die Mainstreamwirklichkeit aufrecht zu halten. Die Bewegung der Medien in diesen engen Zeitgeistschranken bildet Erziehungsinstrumente für die Massen.

Der Korridor zur Freiheit, der durch das Internet entsteht, wird von den elitären westlichen Sittenwächter-innen überwacht, behindert, eingeschränkt.

“Jedermann/Frau sollte sich frei artikulieren und informieren können. Das Netz kann als Demonstrationsplattform der frustrierten, unterprivilegierten, gestressten, schweigenden Masse dienen”.

Leider wird sich der Atem der Zensur weiter durchsetzen und der kurzen Freiheit ein Ende bereiten, die elitären Moralsoldaten werden siegen und unser Weltbild weiter einengen dürfen.

 

„Spontitraktat“

Deutscher Politsurrealismus ist wieder im Kadavergehorsam verstrickt die Wegbereiterin einer neuen Ära unsere Autorität ist die Produktionskraft der Goldrausch fordert seine Opfer Jedes Ende hat einen Anfang das Blatt wendet sich die allesbeherrschende Weltsicht bröckelt die Unterdrückungsmechanismen verlieren an Wirkung die Proleten ertragen ihre Prügel nicht mehr die surreale Gesellschaft verliert sich im Genderwahn und wird erst 2100 von einer muslimischen Mehrheit erlöst das Holocaustgedenken ist Religion geworden die große Masse der Journalisten und Künstler predigen immer noch die reine Lehre die Moralkeule bekommt Dellen alle freuen sich.

Wirklich große Kunst wird auf den Feldern produziert!

Die erste Ebene der Kunsterfindungsmaschinerie

Irgendwann begann ich mich selbst zu sammeln und meinen Kunstbegriff zu dehnen.

Land bewirtschaften, ein sich laufend veränderndes riesiges "Landart Happening" das nebenbei Nahrung für die Massen schafft...

„mit viel Mühe und absolutem Eifer grobscholligen Feldern mehrmals jährlich ein anderes Antlitz geben, üppiges Grün, goldgelbes Getreide, blühende Mohn- und Sonnenblumenfelder säen und ernten, vertraute Schönheiten, mit dem Werden und Vergehen im Jahresrhythmus dem Wind und Wetter ausgeliefert Landschaft und Brot schaffen.“

Kunst in reiner, nicht vermittelbarer Form oder doch nur Landwirtschaft.
Das gezielte Verändern der Landschaft mit schwerem Gerät im Takt der Jahreszeiten, das Bearbeiten, Kreieren von riesigen „Leinwänden“ im Hektarbereich, flächendeckend im Namen der Kunst Felder zeichnen, nebenbei werden Vertrautheit, Geborgenheit, Schönheit und immer wieder auch Dramen kurz zeitiger Zerstörung geboten.

Furchen ziehen als „Mutter-Erde-Aktionismus“, der Konkurrenz zu großspuriger „Avantgarde“ einläutet, mit in lebendiger Erde gewachsenen Geschöpfen, welche das Antlitz unserer Landschaft und die Grundlage unseres „Seins“ bilden.

Wir Ackerbauern bearbeiten im Wesentlichen ein Landschaftsmosaik, ein Ensemble der Vergänglichkeit im Rhythmus der Jahreszeiten. Wir prägen die Landschaft nebenbei immer wieder neu. Ein Konzert im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und für mich auch Kunst.

Wir haben die uns angehängte dogmatisch rituelle „Blut- und Bodenkiste“ längst verlassen und wandern in die Mitte einer satten Gesellschaft, die unsere Gestaltungskraft und die elementare Notwendigkeit unserer Produktionskraft nicht erkennt.

Eine Gesellschaft, die eine der wichtigsten Zukunftstechnologien in Zeiten des Klimawandels aus Europa verbannt, die biologische Landwirtschaft als Gottes Werk, Gentechnik als Teufels Beitrag sieht, wichtige Pflanzenschutzinnovationen in regelrechten Hexenjagden zu Fall bringt.

Eine Gesellschaft, die übersieht, dass es Technik und Innovation waren, die es ermöglichte, dass in nur 60 Jahren die Menschheit einen Entwicklungssprung von 2 auf 7,5 Milliarden Menschen machen konnte!

die zweite Ebene der Kunsterfindungsmaschinerie

Ich versuche, die Egoismen, den politischen Surrealismus, der zeitweise im Wahnsinn mündet aufzuspüren und zu dokumentieren, Kritik zu üben

Eine Generation, die so gelebt hat als, gäbe es kein Morgen, im nie dagewesenen Wohlstand wandelt, wenig Kinder aufzog, sich massenhaft ins Pensionsparadies flüchtet, auf Migration angewiesen ist und den angehäuften Schuldenberg der nächsten Generation überlässt.

Eine Gesellschaft, die sich im "Waldsterben" Wald verlaufen, sich in Ihrer Kinderfeindlichkeit, in ihrer Angst, in ihrer Öffnung, in ihrer Schuldzuweisung verloren hat und nebenbei den Staat der Wohlstandsritter-innen geschaffen hat.

Eine Gesellschaft, die den Antifaschismus als Staatsdogma lebt, die 71 Jahre nach dem Krieg immer noch die damaligen Gräueltaten beinahe täglich in den Qualitätsmedien wälzt und sich kollektiv schuldig fühlt.

Eine Gesellschaft im kollektiven Scham gefangen, die Selbstzensur übt und damit Türen für neue Schrecken öffnet.

Eine Gesellschaft, die moralisiert bis es wehtut, eine Gesellschaft, die sich in eine meinungsmachende Medienmainstreamfraktion und einen unsicheren, hasserfüllten nach rechts driftenden Rest gespalten hat.

Eine Gesellschaft, die durch das erlittene Kriegstrauma,
die Sünden des Hasses dieser Generation eine Büßerrolle eingenommen hat, ein zur Religion gewordenes Schuldgefühl lebt.

Die daraus entstandenen „gleichgeschalteten“ Medienlandschaften sind beseelt davon es dieser Gesellschaft heimzuzahlen. Das gegenseitige Anstacheln zu immer mehr „political correctness“ mündet in einer gefährlichen Überrealität.

Dieses System fordert den absoluten Glauben an Gleichheit und Brüderlichkeit, durch den massiven Import von tief gläubigen, völlig andersdenkenden, sich nicht unterwerfenden erhabenen faschistoiden Menschen gerät das System ins Wanken. Ein wesentlicher Faktor des Systems ist die geglaubte Freiheit, die nie existierte, aber durch das Töten von Karikaturisten schmerzlich ins gesellschaftliche Bewusstsein rückte
Kunst kann eine Brücke bilden, eine säkulare „wertoffene“ Gesellschaft kann nur mit einer starken freien Kunst die einen Religionsersatz bilden sollte, überleben.

Die große Masse der Journalisten und Kulturschaffenden ist links orientiert, Abweichler werden ausgegrenzt und mitunter auch gemobbt, kann unter diesen Umständen „freie“ Kunst existieren.

Künstler als gezielt ausgewählte Wertmarkenproduzenten einer alternden Gesellschaft. Aushängeschilder der politischen Elite, von Kunstmarktspekulanten geschaffen. Kuratoren, Sammler, Investoren als eigentliche Kunstmacher, Schöpfer der Werte, Menschenmacher, medienverbundene Legendenerfinder, Schmiede der Kunstwelt, vorbeigeschleust an Wahrheit und Inhalt, komprimiert im Personenkult, welcher die buntesten Blüten treibt und sich in suchenden, offenen, religionsfreien Räumen etabliert

Kunst ändert die Welt, bildet Kultur, nur dadurch bilden sich Haltungs- und Handlungsnormen von Gesellschaften, Religion ist die absolute Kunstform, sie ist mit bedingungslosem Glauben verbunden, Zielort von Hoffnung, Sehnsucht, Trost und Unterdrückung.


Günter Skocek